Auf dieser Seite findet ihr immer mal wieder neue Fotos aus dem Leben der Familie Näf.

Donnerstag, 17. November 2016

Was für ein unglaubliches Glück!

Grosi und Grossvater sind im hohen Alter von 95 Jahren 2011 verstorben. Davor kannten sie sich seit der 1. Klasse (Grossvater wusste damals, dass er das Meitli mal heiraten würde und hat mit seiner Umwerbung begonnen, nicht immer zur Freude von Grosi in diesem jungen Alter :-) ) und waren 70 Jahre verheiratet.
 
 Die letzten 10 Jahre seines Lebens musste der Major a.D. sehr unter seinem körperlichen Zerfall leiden, was gar nicht einfach war für ihn. Dafür war er geistig bis zum Ende voll da. Grosi dagegen hatte irgendwann die üblichen Alterslücken (obwohl sie täglich Rätsel und Sudoku gelöst hat) und ich habe den beiden jeweils gesagt, dass sie "the brain and the body" seien. 
Einer ohne den andern geht nicht.
Innerhalb eines halben Jahres sind dann beide gestorben, was für mich ganz klar und logisch war, nach einer solch langen (manchmal sehr stürmischen nach Erzählungen ihrer Kinder) Zeit.
Item - nun hab ich lange ausgeholt. 
Worum es bei meinem Glück denn nun geht. 
Zu Lebzeiten noch hab ich von Grosi einen Ring geschenkt gekriegt, den sie irgendwann mal von Grossvater bekommen hat (Beda? Mami? Wisst ihr mehr zur Geschichte dieses Ringes?). 
Eine eher altmodische Fassung mit einem Brillanten drin.
Den trag ich nun seit sicher 10 Jahren immer. Einfach, weil auch das Andenken an diese lange Ehe für mich so schön ist.

Nun denn: am vorletzten Montag merke ich plötzlich in der Schule, dass mich mein Ring kratzt... oh Schreck!!! Die Fassung ist leer, nur noch die Weissgoldhalterungen stehen raus. Nix mehr von Stein.
Lago mio!!!!! So ein Ärger!!!! Der Stein ist rausgefallen............. lago mio!!! Wann auch immer.... 
Abgeschrieben für mich das kleine Ding natürlich, wo auch immer der rausgefallen ist, sicher nimmer auffindbar für mich. Mist!!!

Im Laufe des Nachmittages spüre ich mit meiner Hand auf der rechten Pultseite irgendeinen Dreck oder was auch immer (ich hab ja permanent ein Puff drauf, weil ich immer was werkle oder Schülerarbeiten korrigiere oder was ausprobiere oder was auch immer.... also liegt immer irgendwas rum).
Und unglaublicherweise ist dieser störende Dreck mein Brillant, der da einfach so auf meinem Pult liegt! Unglaublich, unglaublich, unglaublich! 
Zu diesem Zeitpunkt hab ich mich einfach ä chli naiv darüber gefreut, dass ich meinen Stein doch nicht verloren habe (aus sentimentalen Gründen). Ich hab ihn gut in ein kleines Couvert gepackt, verklebt und ins Münzfach meines Portemonnaies gelegt.
Am Tag darauf zu "meinem" Juwelier (er musste mir schon paar Mal meine von Schwiegermutter und Schwiegergrossmutter geerbten Kronjuwelen wieder instandsetzen/reinigen/flicken....) gegangen und hab ihm von meinem Glück erzählt.
Er meinte, das sei also ein Fall 1:1000, dass man den Stein wieder findet, und ich hätte ja wahnsinniges Glück gehabt. Er werde den Stein einsetzen und verstärken
Aber echt, der Hammer kam ja heute beim Abholen. Wunderschön geglänzt und poliert, der Stein eingesetzt, die Halterungen verstärkt, hab ich ihn angezogen und naiv gefragt, womit ich denn hätte rechnen müssen, wenn ich den Brillanten nimmer gefunden hätte.
Der liebe Juwelier hat den Stein dann ausgemessen und gemeint, ganz grob über den Daumen gepeilt, hätte mich das 2000.- gekostet (also ohne Reparatur......... und ich fand ja das schon hoch..... nur der Stein hätte so viel gekostet!!!).
 
Puoh!!!! Versteht ihr nun, warum ich unglaubliches Glück hatte?
Danke Grosi und Grossvater!!!!!

Kommentare:

  1. Er ist wunderschön dein Ring. So ein Glück, dass du den schönen Stein wieder gefunden hast.
    Die Geschichte deiner Grosseltern ist wunderschön. So eine lange Zeit als Paar, einfach schön.

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